Frankfurt
In Frankfurt, culture and money do not have to be in contrast with one another. The bridge between culture and capital has been a tradition in this city. One of the most important cultural goals is surely the beautiful 'Alte Oper', which is not to be excluded from Frankfurt cultural life anymore.
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Große Reihe | Mahler 1
Mahler 1Mahler – Aufbruch ins Unerhörte Verneri Pohjola | TrompeteSusanna Mälkki | DirigentinKaija Saariaho | HUSH – Konzert für Trompete und OrchesterGustav Mahler | 1. Sinfonie Susanna Mälkki galt lange als Spezialistin für die Neue Musik, doch mehr und mehr fokussiert sie sich nun auf die Klassiker. Und was kann da besser passen als Mahlers »Erste«, ein Werk an der Schnittstelle zwischen spätromantischem Großklang und atemberaubend aktuell wirkender Radikalität? Doch natürlich lässt die Musik von heute die finnische Dirigentin nicht los. So kombiniert sie Mahlers plastisch‐kühne 1. Sinfonie mit einem Werk, das von letzten Dingen spricht, ganz wörtlich, von Sinn und Bedeutung des menschlichen Lebens, von Tod und Stille. Ihr Trompetenkonzert HUSH erwies sich als Kaija Saariahos Vermächtnis: Susanna Mälkki dirigierte 2023 die posthume Uraufführung, an der Trompete damals wie auch nun ihr Landsmann Verneri Pohjola. Als »wirklich stark atmosphärisch und ergreifend« beschreibt er das Werk, in dem er gleichsam die »Stimme der Komponistin« sei. Das Eindringen des Geräuschhaft‐Alltäglichen ist hier in die Musik einkomponiert, wie man es ja auch bei Gustav Mahler so klangintensiv erleben kann. Konzerteinführung: 18 UhrKonzertdauer: ca. 120 Minuten – inklusive Pause___________Susanna Mälkki was long considered a specialist in contemporary music, but she is now focusing more and more on the classics. And what could be more fitting than Mahler's »First«, a work at the intersection of late Romantic grandeur and breathtakingly contemporary radicalism?But of course, today's music still holds sway over the Finnish conductor. She combines Mahler's vivid and bold First Symphony with a work that speaks of final things, quite literally, of the meaning and significance of human life, of death and silence. Her trumpet concerto HUSH proved to be Kaija Saariaho's legacy: Susanna Mälkki conducted the posthumous premiere in 2023, with her compatriot Verneri Pohjola on trumpet then as now. He describes the work as »really atmospheric and moving«, in which he kind of represents the »voice of the composer.« The intrusion of everyday noises is composed into the music here, as can also be experienced so intensely in the music of Gustav Mahler.Concert introduction: 6 pmConcert duration: about 120 minutes – including break
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Große Reihe | Mahler 2
Mahler 2Mahler – Aufbruch ins Unerhörte Chen Reiss | SopranMichaela Schuster | MezzosopranMDR‐RundfunkchorPhilippe Jordan | DirigentGustav Mahler | 2. SinfonieSie ist eine der großformatigsten, klanggewaltigsten und auch atemberaubendsten Sinfonien, denen man im Konzertsaal begegnen kann: Die »Auferstehungssinfonie« – ein Werk der Überwältigung, das alle Register zieht, in Sachen Ausdruck wie auch Materialeinsatz. Sopran‐ und Altsolo, ein großer Chor, Orgel, Harfen, umfangreiches Schlagwerk, und aus der Ferne noch eine zweite Orchestergruppe mit Hörnern, Trompeten, Pauken und Perkussion – da ist ein Dirigent gefragt, der den Klang aufbaut wie ein Architekt. Der Schweizer Philippe Jordan ist hier die erste Wahl, er versteht sich auf Struktur und Balance, aber auch auf das Loslassen im richtigen Moment. »Ekstase ja, aber immer kontrolliert«, so beschrieb er sein Mahler‐Dirigieren einmal in einem Interview. »Als Dirigent muss man sich davor hüten, ihn zu sehr zu genießen.« Zusammen mit der 1. Sinfonie, die Susanna Mälkki wenige Wochen zuvor präsentiert, beleuchtet diese »Zweite« Mahlers »Aufbruch ins Unerhörte«: das frühe sinfonische Schaffen eines Komponisten, der dieser Gattung Räume erschloss, die sich vorzustellen vor ihm keiner wagte. Konzerteinführung: 18 UhrKonzertdauer: ca. 90 Minuten – ohne Pause!___________It is one of the most large‐scale, powerful and breathtaking symphonies that can be heard in a concert hall: the »Resurrection Symphony« – an overwhelming work that pulls out all the stops in terms of both expression and use of material.Soprano and alto solos, a large choir, organ, harps, extensive percussion, and in the distance a second orchestra group with horns, trumpets, timpani, and percussion – this calls for a conductor who can build the sound like an architect. Swiss conductor Philippe Jordan is the first choice here; he understands structure and balance, but also knows when to let go at the right moment. »Ecstasy, yes, but always controlled«, is how he once described his Mahler conducting in an interview. »As a conductor, you have to be careful not to enjoy it too much.« Together with the First Symphony, which Susanna Mälkki presents a few weeks earlier, this »Second« illuminates Mahler's »departure into the unheard‐of«: the early symphonic work of a composer who opened up spaces in this genre that no one before him dared to imagine.Concert introduction: 6 pmConcert duration: about 90 minutes – without a break!
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Große Reihe | Tschaikowsky 5
Tschaikowsky 5Kirill Gerstein | KlavierAndrés Orozco‐Estrada | DirigentArtist in ResidenceFerruccio Busoni | Romanza e Scherzoso Thomas Adès | Klavierkonzert Peter Tschaikowsky 5. Sinfonie Wegen ihrer brillant ausformulierten, offenherzigen Sentimentalität, aber auch wegen eines herrlich duftenden Walzersatzes gehört sie zum Beliebtesten in Tschaikowskys Werkkatalog: die 5. Sinfonie. Artist in Residence Kirill Gerstein kontert seinerseits mit emotionaler Wucht und Tastenfuror. »Hier haben wir ein unverhohlenes Prunkstück im großen Stil«, hieß es im »The New Yorker« über die Uraufführung von Thomas Adès’ Klavierkonzert 2019 in Boston, auch hier war Kirill Gerstein der Pianist. »Donnernde Doppeloktaven, markerschütternde Zweihandakkorde und über die Tastatur fegenden Glissandi« – dieses Werk biete alles, womit ein ausgewachsenes Klavierkonzert beeindrucken kann. Es sei, ergänzte die »New York Times«, »erfrischend, ja sogar radikal normal«. Und es wird häufig gespielt auf den Podien der Welt, ein gutes Zeichen. Adès lässt hier an Prokofjew und Bartók denken, während Ferruccio Busoni in seinen für Klavier und Orchester gesetzten »Romanza e Scherzoso« seiner Wertschätzung für Mozart freien Lauf ließ. Was die »New York Times« über Adès schrieb, gilt ebenso für den selten zu hörenden Busoni: Es sei »eine liebevolle Hommage an die Tradition«. Am Pult: Andrés Orozco‐Estrada, der frühere Chefdirigent, der dem hr‐Sinfonieorchester nach wie vor eng verbunden ist.Konzerteinführung: 18 UhrKonzertdauer: ca. 120 Minuten – inklusive Pause___________Thanks to its brilliantly formulated, open‐hearted sentimentality, but also because of a wonderfully fragrant waltz movement, it is one of the most popular works in Tchaikovsky's catalog: the Fifth Symphony. Artist in residence Kirill Gerstein counters with emotional force and furious keyboard playing.»Here is an unabashed showpiece in the grand manner« said The New Yorker about the premiere of Thomas Adès' piano concerto in Boston in 2019, where Kirill Gerstein was also the pianist. »Thundering double octaves, frame‐rattling two‐hand chords, and keyboard‐sweeping glissandos.«—this work offers everything a full‐fledged piano concerto can impress with. It is, added The New York Times, »refreshing, even radically normal.« And it is frequently played on stages around the world, which is a good sign. Adès is reminiscent of Prokofiev and Bartók here, while Ferruccio Busoni gave free rein to his appreciation of Mozart in his »Romanza e Scherzoso« for piano and orchestra. What the New York Times wrote about Adès also applies to the rarely heard Busoni: it is »a loving homage to tradition.« At the podium: Andrés Orozco‐Estrada, the former chief conductor, who remains closely associated with the Frankfurt Radio Symphony Orchestra.Concert introduction: 6 pmConcert duration: about 120 minutes – including break
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Große Reihe | Schostakowitsch 7
Schostakowitsch 7Augustin Hadelich | ViolineAlain Altinoglu | DirigentSergej Prokofjew | 2. ViolinkonzertDmitrij Schostakowitsch | 7. SinfonieZwei Komponisten, beide bedroht vom sowjetischen Herrschaftssystem: Von Prokofjew stammt ein Violinkonzert, zu dem ein Film aus mystisch‐dunklen Bildern laufen könnte – und von Schostakowitsch eine Sinfonie, die selbst aus einer dunklen Zeit stammt. Und die höchst eindrücklich vom Krieg und seinem Schrecken erzählt. Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7, die »Leningrader«, ist eines der monumentalen künstlerischen Zeugnisse des 20. Jahrhunderts: ein Werk zwischen Hoffnung und Verzweiflung, geschrieben 1941 im Schatten der erbarmungslosen, über eine Million Opfer fordernden Belagerung dieser Stadt durch die deutsche Wehrmacht. Die Musik: ein klingendes Protokoll von Bedrohung und Widerstand, von Propaganda und innerer Freiheit, aber auch eine beißende Abrechnung mit dem Totalitarismus, die heute so aktuell ist wie damals. Schostakowitsch, der die Blockade Leningrads selbst erlebte, benennt die Realität – Prokofjew dagegen ist in seinem 2. Violinkonzert ein »Geschichtenerzähler«, jedenfalls stellt Augustin Hadelich ihn sich so vor. »Viele seiner Werke sind sehr deskriptiv«, sagt er. »Man fängt sofort an, sich Szenen aus Märchen und Geschichten vorzustellen, die sich entfalten.« Diese erzählerische Qualität findet der Geiger besonders ausgeprägt in diesem atmosphärisch intensiven g‐Moll‐Konzert: »Es beginnt sehr mysteriös mit der Violine allein (…), und wenn das Orchester einsetzt, bekommt die Szenerie einen geheimnisvollen Zauber.« Konzerteinführung: 18 UhrKonzertdauer: ca. 145 Minuten – inklusive Pause___________Two composers, both threatened by the Soviet regime: Prokofiev wrote a violin concerto that could accompany a film of mystical, dark images, and Shostakovich wrote a symphony that itself originated in a dark period. It tells a highly impressive story of war and its horrors.Shostakovich's Symphony No. 7, the »Leningrad« is one of the monumental artistic testimonies of the 20th century: a work between hope and despair, written in 1941 in the shadow of the German Wehrmacht's merciless siege of the city, which claimed over a million victims. The music: a resounding record of threat and resistance, of propaganda and inner freedom, but also a scathing reckoning with totalitarianism that is as relevant today as it was then. Shostakovich, who experienced the blockade of Leningrad himself, names reality – Prokofiev, on the other hand, is a »storyteller« in his Second Violin Concerto, at least as Augustin Hadelich imagines him. »Many of his works are very descriptive,« he says. »You immediately begin to imagine scenes from fairy tales and stories unfolding.« The violinist finds this narrative quality particularly pronounced in this atmospherically intense G minor concerto: »It begins very mysteriously with the violin alone (…), and when the orchestra joins in, the scene takes on a mysterious magic.«Concert introduction: 6 pmConcert duration: about 145 minutes – including break
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Große Reihe | Missa Solemnis
Missa SolemnisBeethoven 200Julia Kleiter | SopranWiebke Lehmkuhl | AltBenjamin Bruns | TenorHanno Müller‐Brachmann | BassMDR‐RundfunkchorHugh Wolff | DirigentLudwig van Beethoven | Missa Solemnis »Völlige Erden‐Entrücktheit« – das hat sein Sekretär an Beethoven beobachtet, als der an seinem größten kirchenmusikalischen Werk arbeitete. Eine Messe, so komplex, so eigenwillig, so extrem artifiziell. Und doch ein Werk, das – so Beethoven – »von Herzen« komme und »zu Herzen gehen« möge«. Ein frommer Wunsch, vom Komponisten eigenhändig auf der Partitur vermerkt. Diese Zeile stand lange im Widerspruch zu dem, was man aus dieser alle Grenzen sprengenden Messe herauszuhören glaubte: Nämlich puren, fast übermenschlichen Kunstanspruch. Doch der Zugriff auf dieses radikal anspruchsvolle Großwerk hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, auch dank Dirigenten wie Hugh Wolff. Dieser hatte um 2000, während seiner Zeit als Chefdirigent des hr‐Sinfonieorchesters, einen ganz neuen, transparent‐frischen Klassiker‐Ton in Frankfurt etabliert und ebenso das Wissen um die historisch informierte Interpretationspraxis. Beethoven spannend neu, verständlich und durchhörbar gestalten: das können Wolff und das Orchester. Genau das Richtige für ein so bedeutungsschweres Werk wie die »Missa solemnis«. Konzerteinführung: 18 UhrKonzertdauer: ca. 90 Minuten – ohne Pause!___________»Complete detachment from the earth« – this is what Beethoven's secretary observed when he was working on his greatest work of church music. A mass so complex, so idiosyncratic, so extremely artificial. And yet a work that – according to Beethoven – came »from the heart« and was intended to »touch the heart«.A pious wish, noted by the composer himself on the score. For a long time, this line contradicted what one thought one could hear in this mass that broke all boundaries: namely, pure, almost superhuman artistic ambition. But the approach to this radically demanding major work has changed in recent decades, thanks in part to conductors such as Hugh Wolff. Around 2000, during his time as chief conductor of the Frankfurt Radio Symphony Orchestra, he established a completely new, transparent and fresh classical sound in Frankfurt, as well as knowledge of historically informed performance practice. Wolff and the orchestra are able to present Beethoven in an exciting new way that is understandable and transparent. This is exactly what is needed for a work as significant as the »Missa solemnis«.Concert introduction: 6 pmConcert duration: about 90 minutes – without a break!
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Große Reihe | Fausts Verdammnis
Fausts VerdammnisAngela Brower | MargueriteJohn Relyea | MéphistophélèsCharles Castronovo | FaustAdrien Fournaison | BranderWiener SingvereinAlain Altinoglu | DirigentHector Berlioz | La damnation de Faust Goethes »Faust«, der urdeutsche Mythos: Hector Berlioz hat daraus eine romantisch aufgeladene Chorsinfonie geformt, die sich auch als Oper behaupten könnte. Das große Welttheater um Erkenntnisdrang und Größenwahn, um Verführbarkeit und Verderbnis bekommt hier einen feinen französischen Zungenschlag. Was Chefdirigent Alain Altinoglu an diesem solitären Werk fasziniert: die Art und Weise, wie der Franzose Berlioz sich diesen urdeutschen Stoff aneignet – nämlich indem er den Klassiker durch ein genuin französisches Prisma filtert. Gerade die orchestralen Klangfarben geben dieser Neuinterpretation des Beziehungsgeflechts um Faust, Margarete und Mephistopheles einen ganz eigenen Reiz. Berlioz hatte sich der Aufgabe, das deutsche Nationalepos in eine höchst melodiöse, perlende und raffiniert‐suggestive Musik zu überführen mit größtem Respekt gestellt: »Ich versuchte weder, das Meisterwerk Goethes zu übersetzen, noch, es nachzuahmen, sondern ließ es lediglich auf mich wirken, in dem Bestreben, seinen musikalischen Gehalt zu erfassen.« Herausgekommen ist, sagt Alain Altinoglu, »ein zutiefst hybrides Werk, und genau das macht seinen Reichtum aus«.Konzerteinführung: 19 Uhr___________Goethe's Faust, the quintessentially German myth: Hector Berlioz transformed it into a romantically charged choral symphony that could also hold its own as an opera. The grand world theater of thirst for knowledge and megalomania, of seductiveness and depravity, takes on a subtle French accent here.What fascinates chief conductor Alain Altinoglu about this solitary work is the way in which the Frenchman Berlioz appropriates this quintessentially German material – namely by filtering the classic through a genuinely French prism. It is precisely the orchestral timbres that give this reinterpretation of the web of relationships between Faust, Margarete, and Mephistopheles its very own charm. Berlioz approached the task of transforming the German national epic into highly melodious, sparkling, and sophisticatedly suggestive music with the utmost respect: »I did not attempt to translate Goethe's masterpiece, nor to imitate it, but simply let it work on me in an effort to grasp its musical content.« The result, says Alain Altinoglu, is »a profoundly hybrid work, and that is precisely what makes it so rich.«Concert introduction: 7 pm
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Große Reihe | Turangalîla
TurangalîlaPierre‐Laurent Aimard | KlavierThomas Bloch | Ondes MartenotAlain Altinoglu | DirigentOlivier Messiaen | Turangalîla‐SinfonieDie »Turangalîla‐Sinfonie«: Sie sei »ein Liebeslied«, »eine Hymne an die Freude«, so der Komponist über ein Werk, das alles ist, aber keine herkömmliche Sinfonie. Diese monumentale und doch so betörende Musik hat seit ihrer Uraufführung 1949 nichts von ihrer Wirkung verloren, sie raubt noch immer den Atem.Todbringend, widersprüchlich, bis zur Ekstase gesteigert: Diese Liebe, wie sie der Liebestrank von Tristan und Isolde symbolisiert, hat Messiaen hier in Töne gefasst. »›Turangalîla‹ ist betont exzessiv: Ein Exzess an Dauer, Farbe, Rhythmus und Emotion«, so Chefdirigent Alain Altinoglu. »Ich bewundere Messiaens absolute Freiheit, seine Ablehnung traditioneller Strukturen und seine Fähigkeit, eine Sprache zu schaffen, in der das Heilige, die Liebe und die Zeit zusammenfließen.« Zentral in dieser Klangwelt: Die vor 100 Jahren erfundene Ondes Martenot, jenes frühe Instrument der elektronischen Musik, das sphärische, vogelhafte und sirenenhafte Klänge erzeugen kann. Ebenso der hoch komplexe Klavierpart, für den der Messiaen‐Experte Pierre‐Laurent Aimard als Solist dabei ist. Der Pianist wie auch Altinoglu wurden am Pariser Konservatorium ausgebildet, ihre Lehrer stammten aus dem direkten Umfeld Messiaens – sie kennen diese Musik von innen. »Die Wirkung der ›Turangalîla‐Sinfonie‹ auf das Publikum«, weiß Alain Altinoglu, »ist oft körperlich, fast sinnlich«. Konzerteinführung: 19 UhrKonzertdauer: ca. 90 Minuten – ohne Pause!___________The »Turangalîla Symphony«: The composer described this work, which is everything but a conventional symphony, as »a love song« and »an hymn to joy« . Since its premiere in 1949, this monumental yet beguiling music has lost none of its impact and still takes listeners’ breath away.Deadly, contradictory, heightened to ecstasy: this love, symbolized by Tristan and Isolde's love potion, is what Messiaen has set to music here. »Turangalîla is emphatically excessive: an excess of duration, color, rhythm, and emotion,« says chief conductor Alain Altinoglu. »I admire Messiaen's absolute freedom, his rejection of traditional structures, and his ability to create a language in which the sacred, love, and time flow together.« Central to this sound world is the ondes Martenot, invented 100 years ago, an early electronic musical instrument capable of producing spherical, bird‐like, and siren‐like sounds. Equally central is the highly complex piano part, for which Messiaen expert Pierre‐Laurent Aimard is the soloist. Both the pianist and Altinoglu were trained at the Paris Conservatory, where their teachers came from Messiaen's immediate circle – they know this music from the inside. »The effect of the Turangalîla Symphony on the audience,« says Alain Altinoglu, »is often physical, almost sensual.«Concert introduction: 7 pmConcert duration: about 90 minutes – without a break!
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Schwanensee — UNITED CLASSIC BALLET
Internationale Ballett‐Exzellenz auf Tournee: Das United Classic Ballet präsentiert „Schwanensee“Im Januar 2027 erwartet Ballettliebhaber ein kulturelles Highlight der Extraklasse: Das United Classic Ballet bringt den zeitlosen Klassiker „Schwanensee“ in seiner reinsten, unverfälschten Form auf die großen Bühnen. Mit einer beeindruckenden Inszenierung, die technische Brillanz und tiefe Emotionalität vereint, verspricht das Ensemble ein unvergessliches Erlebnis.Das United Classic Ballet besticht durch seine internationale Besetzung und seine tiefe Verwurzelung in der klassischen Tradition. Das Ensemble besteht aus erstklassigen Tänzerinnen und Tänzern aus aller Welt, darunter auch aus dem Kyiv Classic Ballet. Diese Synergie ermöglicht es, das reiche kulturelle Erbe der ukrainischen Balletttradition mit internationaler Modernität zu verknüpfen.Unter der künstlerischen Leitung von Tatiana Goliakova, der ehemaligen Primaballerina und „Volkskünstlerin“ der Ukraine, wird höchster Wert auf die Bewahrung des klassischen Erbes gelegt. Das United Classic Ballet wird weltweit für seine Leichtigkeit, Musikalität und subtile Technik geschätzt.Im Zentrum der Aufführung steht das dramatische Liebespaar, verkörpert durch die Ballettstars Anna Reznicenko/ Mie Nagasawa (alternierend) und Denys Nedak. Gemeinsam mit dem großen Ensemble präsentieren sie die Geschichte von Prinzessin Odette und Prinz Siegfried mit einer tänzerischen Präzision, die den hohen Standard der traditionellen Ballettschule widerspiegelt.Das internationale Ensemble besteht aus führenden Talenten der Ukraine, ergänzt durch internationale Solisten und prominente Gast‐Tänzer der aktuellen Weltspitze. Diese Mischung aus bewährter Erfahrung und der Förderung junger Talente verleiht den Produktionen des United Classic Ballet eine besondere Dynamik und Frische.„Schwanensee“, komponiert von Peter Iljitsch Tschaikowski, gilt als das berühmteste Werk der Ballettgeschichte. Die Inszenierung des United Classic Ballet führt das Publikum durch die märchenhafte Erzählung von Liebe, Verrat und der Hoffnung auf Erlösung. Von den majestätischen weißen Schwänen bis zum dramatischen Endkampf gegen den Zauberer Rotbart – das Werk bleibt ein faszinierendes Gesamtkunstwerk aus Musik, Tanz und opulenter Dramaturgie.
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Barock+ | The Fairy‐Queen
The Fairy‐QueenRowan Pearce | SopranRichard Egarr | Dirigent / CembaloCipriani Potter | 1. Sinfonie g‐Moll Georg Friedrich Händel | Concerto grosso B‐Dur op. 6 Nr. 7 HWV 325Henry Purcell | Suite aus »The Fairy‐Queen« Henry Purcell war so frei, Shakespeares »Ein Sommernachtstraum« in eine quecksilbrige Semi‐opera zu verwandeln – wobei die Betonung auf »frei« liegt, denn im originalen Klassiker sind nach China transportierte Loblieder auf den Garten Eden ja eher nicht zu finden. Sage noch einer, den Briten wäre musikalisch nichts eingefallen! Das war ja der oft kolportierte Vorwurf: Englands sei ein Land ohne Musik. Klar, Purcell war als Orpheus britannicus hochgeachtet, Werke wie seine famose »Fairy‐Queen« sprühen nur so vor Einfallsreichtum und Temperament. Doch dann mussten erst einmal andere kommen, Georg Friedrich Händel etwa, um London mit Musik von höchster Qualität zu versorgen. Der Dirigent und Cembalist Richard Egarr aber kann demonstrieren, was es unterhalb des europäischen Festlands‐Radars noch so zu entdecken gibt: mit Cipriani Potter sogar einen ausgewachsenen klassischen Sinfoniker. Der war mit Beethoven in Kontakt und mit Rossini, schrieb neun Sinfonien wie ersterer, und das mit einem Witz und Sinn für reizvolle melodiöse Wendungen wie zweiterer. Potter war nichts weniger als der erste Komponist von Rang auf der Insel, der sich am dramatischen Spätwerk Mozarts und an Beethovens sinfonischen Meilensteinen orientierte, um selbst Sinfonien auf der Höhe der Zeit zu erschaffen. Konzertdauer: ca. 100 Minuten – inklusive Pause___________Henry Purcell took the liberty of transforming Shakespeare’s »A Midsummer Night’s Dream« into a playful semi‐opera—with the emphasis on »liberty«, since the original classic doesn’t exactly feature hymns of praise to the Garden of Eden transported to China. Let no one say the British couldn’t come up with anything musically! That was, after all, the oft‐repeated accusation: that England was a country without music. Sure, Purcell was highly esteemed as the »Orpheus Britannicus«, and works like his famous »Fairy Queen« are brimming with ingenuity and spirit. But then others had to come along—George Frideric Handel, for instance—to provide London with music of the highest quality. Conductor and harpsichordist Richard Egarr, however, can demonstrate what else there is to discover beneath the radar of the European mainland: with Cipriani Potter, even a fully‐fledged classical symphonist. He was in contact with Beethoven and Rossini, wrote nine symphonies like the former, and did so with a wit and sense for charming melodic turns like the latter. Potter was nothing less than the first composer of note on the island to draw inspiration from Mozart’s dramatic late works and Beethoven’s symphonic milestones in order to create symphonies of his own that were at the cutting edge of their time.Concert duration: about 100 minutes – including break
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Große Reihe | All’ungherese
All’unghereseBeatrice Rana | KlavierElim Chan | DirigentinJohannes Brahms | 2. KlavierkonzertBéla Bartók | Konzert für OrchesterVertauschte Rollen: Ein Klavierkonzert, das wie eine ausgewachsene Sinfonie mit Klaviersolo auftritt – und ein Konzert, bei dem das Orchester in die Rolle des Solisten schlüpft. Virtuosen an ihren Instrumenten müssen sie dabei alle sein, wobei Italiens führender Pianistin dann doch am meisten abverlangt wird. Vor zehn Jahren hätte sie sich noch nicht vorstellen können, Brahms’ so mächtige und vollgriffige Klavierkonzerte zu spielen, gab Beatrice Rana kürzlich in einem Interview zu. Jetzt aber ist die Zeit reif, und sie auch: Die in Rom lebende Pianistin findet für Brahms den tiefen, den ernsten Ton, der aber auch so energisch sein kann, und charmant mit seinem von Brahms so geliebten ungarischen Zungenschlag – wie etwa im Finale des einst in Budapest durch den Komponisten selbst uraufgeführten 2. Klavierkonzerts. Eine neue Stufe in Sachen Temperament und Brillanz zündet dann der echte Ungar Béla Bartók mit seinem »Konzert für Orchester«. Am Pult: Die aus Hongkong stammende Dirigentin Elim Chan, die das Orchester mit ihrem Gespür für orchestrale Farbigkeit zum Leuchten zu bringen versteht.Konzerteinführung: 18 UhrKonzertdauer: ca. 130 Minuten – inklusive Pause___________Reversed roles: a piano concerto that performs like a full‐blown symphony with piano solo – and a concerto in which the orchestra slips into the role of soloist. They all have to be virtuosos on their instruments, but Italy's leading pianist is the one who is asked to do the most.Ten years ago, she could not have imagined playing Brahms' powerful and full‐bodied piano concertos, Beatrice Rana recently admitted in an interview. But now the moment has come: the Rome‐based pianist finds the deep, serious tone for Brahms that can also be so energetic, and charming with its Hungarian accent so beloved by Brahms – as in the finale of the Piano Concerto No. 2, which was premiered by the composer himself in Budapest. The true Hungarian Béla Bartók then ignites a new level of temperament and brilliance with his »Concerto for Orchestra.« At the podium: Hong Kong‐born conductor Elim Chan, who knows how to make the orchestra shine with her flair for orchestral color.Concert introduction: 6 pmConcert duration: about 130 minutes – including break