Marie Théoleyre & Rémy Brès‐Feuillet: Salle Cortot
Paris, Salle Cortot — Main Hall
Über die Veranstaltung
Mit *L’Orfeo* im Jahr 1607 etablierte sich Claudio Monteverdi als das Genie, das der Oper – die damals noch in den Kinderschuhen steckte – ihr Ansehen und ihre volle menschliche Dimension verlieh. Fast vier Jahrzehnte später läutete *L’Incoronazione di Poppea* (1642) das Zeitalter der venezianischen Oper mit all ihren Exzessen und ihrem unwiderstehlichen melodischen Reiz ein (die für Poppea und Nero komponierte Musik strahlt eine erdrückende Sinnlichkeit aus). Sein Schüler Francesco Cavalli bereicherte diesen ungeheuren Reichtum mit unvergleichlicher Kunstfertigkeit noch weiter, wofür *La Calisto* (1651) bis heute das bekannteste Beispiel bleibt. Doch nicht nur die Serenissima schwelgte in diesen üppigen Klängen: Auf Wunsch von Kardinal Mazarin brachte der römische Komponist Luigi Rossi 1647 in Paris einen *Orfeo* zur Uraufführung, der direkt an diese Tradition anknüpfte und sich als wahres Meisterwerk erwies.
Ausgehend vom zentralen Thema der Duette zwischen Poppea und Nero vereinen sich die hervorragenden Stimmen von Marie Théoleyre und Rémy Brès‐Feuillet, um dieses großartige Repertoire zu zelebrieren, begleitet von den Virtuosen des Ensembles La Palatine unter der Leitung des Cembalisten Guillaume Haldenwang.
Besetzung / Stab
Marie Théoleyre, Sopran
Rémy Brès‐Feuillet, Alt
Ensemble La Palatine
Guillaume Haldenwang, Cembalo
Noémie Lenhof, Viola da Gamba
Manon Papasergio, Harfe & Viola
Adresse
Salle Cortot, 78 rue Cardinet, Paris, Frankreich — Google Maps