Hommage an Ennio Morricone
Paris, Église Saint‐Jean de Montmartre
Über die Veranstaltung
Die großartigsten Filmmusiken, arrangiert für Saxophon und Streicher von Paul Mancini & dem Paris Virtuosi Orchestra.
„Ennio Serenade“, komponiert von Serge Léonardi – Weltpremiere!
Ennio Morricone: Der Maestro der Emotionen
Als begnadeter italienischer Komponist und Dirigent hat Ennio Morricone die Filmmusik neu definiert, indem er ihr die Strenge und Tiefe des klassischen Repertoires verlieh. Ausgebildet am Konservatorium Santa Cecilia in Rom, überschritt er in mehr als 500 ikonischen Filmmusiken Genregrenzen und verband symphonische Lyrik mit avantgardistischen Experimenten.
Sein Werk, das mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, reicht weit über die Leinwand hinaus: Es stellt ein universelles musikalisches Erbe dar, in dem jede Note ein lebendiges Bild hervorruft. Dieses Konzert würdigt sein melodisches Genie und seine einzigartige Fähigkeit, Stille in reine Emotion zu verwandeln, und festigt damit sein Vermächtnis unter den größten Meistern des 20. Jahrhunderts.
Beispiele für Ennio Morricones Kompositionen:
The Mission:
Als ergreifendes Werk, das liturgische Choräle mit einer Solo‐Oboe verbindet, veranschaulicht diese Filmmusik den kulturellen Konflikt innerhalb südamerikanischer Jesuitenmissionen. Das Hauptthema, „Gabriel’s Oboe“, ist aufgrund seiner melodischen Reinheit zu einem Standard des klassischen Repertoires geworden. Morricone webt eine universelle Spiritualität, die über die Leinwand hinausgeht und das Heilige berührt.
Il Buono, il Brutto, il Cattivo:
Revolutionär in der Verwendung von Rufen, Pfeifen und E‐Gitarren, ist dieses Thema das ultimative Symbol des Spaghetti‐Westerns. Die Struktur ahmt das Heulen eines Kojoten nach und erzeugt so sofortige dramatische Spannung sowie eine unverkennbare klangliche Identität. Sie ist ein meisterhaftes Beispiel für Morricones Erfindungsreichtum in der modernen Orchestrierung.
Nuovo Cinema Paradiso:
Als wahrer Liebesbrief an die Leinwand wird diese Filmmusik von überwältigender Nostalgie und unendlicher Zärtlichkeit getragen. Das „Love Theme“ fängt die Essenz der Kindheit und den Lauf der Zeit durch lyrische Streicher und zartes Klavier ein. Es ist zweifellos eine der bewegendsten Kompositionen der Filmgeschichte, die Erinnerung und Leidenschaft feiert.
Paul Mancini
Paul Mancini wurde 1976 in der französischen Stadt Ajaccio auf der wunderschönen Mittelmeerinsel Korsika geboren und begann im Alter von sieben Jahren als Mitglied seiner örtlichen Blaskapelle Saxophon zu lernen. Anschließend besuchte er das Conservatoire National de Musique de Nice an der französischen Riviera, wo er sich auf Jazz und dessen Geschichte spezialisierte. Paul Mancini ist nicht nur in den meisten großen französischen Städten, darunter Paris, Marseille und Nizza, aufgetreten, sondern auch in London, Miami und sogar Marrakesch vor einer stetig wachsenden Zahl begeisterter Fans.
Als vom Publikum gefeierter Saxophonist, Komponist, Produzent, Autor und Dramatiker reicht Paul Mancinis Karriere weit über die Grenzen des Jazz hinaus und erkundet alle Bereiche des künstlerischen Ausdrucks. Mit Sitz auf Korsika und mit Schwerpunkt auf Vermittlungsprojekten bekräftigt Paul Mancini eine Vision von Musik, die perfekt mit der Berufung der Paris Virtuosi im Einklang steht: Exzellenz, Geselligkeit und Emotionen einem breiten Publikum zu vermitteln.
Serge Leonardi ist ein in Paris lebender französischer Komponist, der für seine Vielseitigkeit und sein Fachwissen in verschiedenen Bereichen bekannt ist. Er hat Musik für über 50 weltweit ausgestrahlte Dokumentarfilme komponiert, insbesondere für National Geographic, Canal+ und Discovery.
Außerdem hat er Soundtracks für Filme, Werbespots, Sonderveranstaltungen und Aufführungen geschaffen. Seine Kompositionen werden an renommierten Veranstaltungsorten aufgeführt, und er hat mit namhaften Künstlern und Marken zusammengearbeitet.
Im Jahr 2021 wurde er beim Internationalen Filmfestival von Aubagne für den Film „Les Sanguins“ von François Ruiz in der Kategorie „Beste Musik“ nominiert. Außerdem gewann er beim CREA MUSIC FESTIVAL den Hauptpreis für die beste Dokumentarfilmmusik für die Canal+-Serie „Les Paris du Globe Cooker“.
Paris Virtuosi
Das Orchester Paris Virtuosi besteht aus professionellen Künstlern – Violinisten, Cellisten und Bratschisten aus den weltweit führenden Orchestern. Alle haben internationale Wettbewerbe gewonnen und treten in den renommiertesten Konzertsälen auf. In Paris kommen sie zusammen, um die schönsten Werke des klassischen Repertoires in Kirchen aufzuführen.
Sein künstlerischer Leiter, der Cellist Éric Zorgniotti, trat bereits mit dem Orchester der Opéra National de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Monte‐Carlo und dem Ensemble Orchestral de Paris unter der Leitung von Dirigenten wie Valery Gergiev, Pierre Boulez und Georges Prêtre auf.
In dieser zauberhaften Kulisse präsentiert das Repertoire der Paris Virtuosi klassische und geistliche Musik und bietet sowohl erfahrenen Musikliebhabern als auch Gelegenheitshörern ein unvergessliches akustisches Erlebnis.
Die Kirche Saint‐Jean de Montmartre
Am Fuße des Montmartre gelegen, ist diese Kirche ein kühnes Meisterwerk des Jugendstils, berühmt als erstes religiöses Bauwerk aus Stahlbeton. Entworfen vom Architekten Anatole de Baudot und 1904 fertiggestellt, besticht sie durch ihre markante Fassade aus rotem Backstein und ihre eleganten, vom neugotischen Stil inspirierten Rundungen. Im Inneren schaffen die schlanken Säulen und die Leuchtkraft der Buntglasfenster eine Atmosphäre absoluter Leichtigkeit. Diese intime Kulisse bietet eine warme und präzise Akustik, die sich perfekt für Kammermusik und geistliche Werke eignet. Als wahres Zeugnis der Pariser Innovationskraft bietet die Kirche dem Publikum einen außergewöhnlichen historischen und künstlerischen Zufluchtsort für ein zeitloses Musikerlebnis.
Künstler
| Saxophon: | Paul Mancini |
|---|---|
| Ensemble: | Paris Virtuosi Orchestra |
Adresse
Église Saint‐Jean de Montmartre, 19 rue des Abbesses , Paris, Frankreich — Google Maps