Die sieben Todsünden: Théâtre des Champs‐Elysées
Paris, Théâtre des Champs-Élysées — Main Hall
Über die Veranstaltung
Die ganze beißende Ironie von Kurt Weill, von Ninna Stemme mit Bravour dargeboten.
Wie „Le Sacre du Printemps“ ist auch Kurt Weills „Sieben Todsünden“ untrennbar mit der Geschichte des Théâtre verbunden. Dieses Gesangsballett wurde am 7. Juni 1933 von der Sängerin Lotte Lenya in einer Choreografie von Balanchine uraufgeführt. Das Werk war ein Auftragswerk eines wohlhabenden jungen Engländers und sollte von der Compagnie „Ballets 33“ aufgeführt werden, die gerade von George Balanchine und Boris Kochno gegründet worden war. Zunächst war Cocteau als Autor des Librettos im Gespräch, doch schließlich verfasste es Brecht (der sein eigenes Werk später verurteilte). Die Partitur ist geprägt von einer Vielzahl populärer Genres (Walzer, Foxtrott usw.) in einer symphonischen Struktur im großen Stil der Kantate. Nina Stemme, die beste Isolde ihrer Generation, ist zudem eine herausragende Liederinterpretin, die sich im visionären Modernismus Mahlers ebenso zu Hause fühlt wie in der ironischen Distanziertheit Weills.
Besetzung / Stab
Nina Stemme | Sopran
Jennifer France | Sopran
Schwedisches Kammerorchester
H. K. Gruber | Leitung
Adresse
Théâtre des Champs-Élysées, 15, Avenue Montaigne, Paris, Frankreich — Google Maps