Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker, © Photo: Sebastian Haenel/Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker

1882 formiert sich ein junges Ensemble aus Mitgliedern der Kapelle von Benjamin Bilse. 1887 übernimmt der Berliner Konzertagent Herrmann Wolff die Organisatiion der Musiker regt eine Namensänderung an und verpflichtet namhafte Dirigenten: zunächst Hans von Bülow, danach für 27 Jahre Arthur Nikisch. Er entwickelt das solistische Selbstverständnis der Orchestermusiker (bis heute ihr Markenzeichen) und verschafft den Philharmonikern internationale Anerkennung.

1922 wird Wilhelm Furtwängler zum Orchesterleiter gewählt. Er festigt den internationalen Ruf als eines der besten Orchester der Welt - grosse Auslandstourneen folgen. 1933-45 werden die Berliner Philharmoniker dem Propagandaministerium unterstellt und damit vor dem finanziellen Ruin gerettet. Auslandstourneen und repräsentative Auftritte belegen die Instrumentalisierung des Orchesters für politische Zwecke. Im Krieg wird das Gebäude der Philharmoniker am Anhalter Bahnhof durch Bombenangriffe zerstört.

Am 16. Mai 1945 findet wieder ein Konzert der Philharmoniker statt. Der Dirigent Leo Borchard wird irrtümlich erschossen und der junge rumänische Nachwuchsdirigent Celibidache übernimmt die musikalische Leitung bis zur Rückkehr Furtwänglers 1952. Ein Jahr nach dessen Tod beginnt die Ära Karajans und die Rückkehr des Orchesters in die Weltspitze - berühmt für seine spezifische Klangkultur und mit unzähligen Plattenaufnahmen. 1990 bis 2002 übernimmt Claudio Abbado die Orchesterleitung. Seit 2002 ist Sir Simon Rattle der musikalische Leiter. Sein besonderes Engagement liegt in der Musikvermittlung. Intendantin ist seit 2006 Pamela Rosenberg.

  • Verdi Requiem: Festspielhaus Baden-Baden
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