Dvoraks Rusalka mit Robin Ticciati & DSO Berlin

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Hören Sie ein einmaliges unvergessliches Klassikkonzert in Berlins Philharmonie Berlin mit Rusalka von Dvořák.

Philharmonie


Die Philharmonie wurde 1963 in West-Berlin eröffnet. Sie gilt als das musikalische Herz der deutschen Hauptstadt und bildet nach dem Fall der Berliner Mauer das neue Stadtzentrum. Ihre markante, leuchtend gelbe Fassade und ihre ungewöhnliche zeltartige Form machten sie schnell zu einem Wahrzeichen der Metropole. Das verblüffende Design und die Architektur standen anfänglich in der Kritik, doch heute gilt die Philharmonie als Musterbeispiel für Konzertsäle weltweit. Der Architekt Hans Scharoun wollte einen Konzertsaal entwerfen, in dem der Mittelpunkt - die Musiker auf der Konzertbühne - von jedem Sitzplatz aus gleichermaßen sichtbar ist, was die ungewöhnliche Form des Saales begründete. Seit ihrer Gründung hat die Berliner Philharmonie zahlreiche Konzerte mit namhaften Solisten und Dirigenten veranstaltet.

Rusalka


Dvorak komponierte 1900 seine erfolgreichste Oper 'Rusalka'. Das Libretto wurde vom tschechischen Dichter Jaroslav Kvapil geschrieben.

1. Akt: Rusalka, eine Wassernymphe, erzählt ihrem Vater, dem Wassergnomen, Herrscher über den See, dass sie sich in einen menschlichen Prinzen verliebt hat und sie für ihn ein Mensch werden will. Ihr Vater warnt sie vor der Idee, schickt sie aber trotzdem zur Hexe Ježibaba, um Hilfe bei der Erfüllung ihres Wunsches zu erhalten.

Rusalka singt zum Mond und bittet ihn, dem Prinzen von ihrer Liebe zu erzählen. Ježibaba erzählt Rusalka, dass sie die Fähigkeit zu Sprechen und Unsterblichkeit verlieren wird, wenn sie menschlich wird. Außerdem, wenn sie keine Liebe mit dem Prinzen findet, wird er sterben und sie wird für immer verdammt sein. Rusalka akzeptiert die Bedingungen und trinkt den Trank, der sie zum Menschen macht.

Der Prinz findet Rusalka, während er ein weißes Reh jagt. Er umarmt sie und führt sie weg, zum Klang der Klage ihres Vaters und ihrer Schwestern.

2. Akt: Ein Wildhüter und ein Küchendiener tratschen im Schlossgarten. Der Prinz soll mit einer stummen Braut verheiratet werden, die keinen Namen hat. Sie vermuten Hexerei und bezweifeln, dass die Ehe stattfinden wird, da der Prinz bereits von einer fremden Prinzessin abgelenkt wird.

Die ausländische Prinzessin sät Zweifel zwischen dem Prinzen und Rusalka. Der Prinz lehnt Rusalka ab und ihr Vater scheint sie zurück zum See zu ziehen.

Obwohl sie nun die Zuneigung des Prinzen gewonnen hat, ist die fremde Prinzessin angewidert von der Unbeständigkeit und dem Verrat des Prinzen und sie verachtet ihn.

3. Akt: Rusalka bittet Ježibaba um eine Lösung für ihr Leiden und es wird ihr gesagt, sie könne sich selbst retten, wenn sie den Prinzen mit dem Dolch tötet, den sie bekommt. Rusalka lehnt dies ab und wird zu einer bludička, einem Geist des Todes, der in den Tiefen des Sees lebt und nur auftaucht, um die Menschen in ihren Tod zu locken.

Der Wildhüter und der Küchendiener kommen an den See, um Ježibaba wegen des kranken Prinzen um Rat zu fragen. Sie glauben, dass er von Rusalka verflucht wurde. Der Wassergnom verjagt sie und verflucht die ganze Menschheit.

Der Prinz kommt an den See, spürt Rusalka und ruft nach ihr. Er bittet sie, ihn zu küssen, obwohl er weiß, dass ihr Kuss Tod und Verdammnis bedeutet. Sie küssen sich und er stirbt und bittet um Gottes Gnade. Rusalka dankt dem Fürsten, dass er sie die menschliche Liebe erleben ließ, übergibt seine Seele an Gott und kehrt als Geist des Todes an ihren Platz in den Tiefen des Sees zurück.

Antonín Dvořák


Antonin Dvorak ist einer der bekanntesten und prominentesten tschechischen Komponisten und sein musikalisches Werk wurde bereits zu seinen Lebzeiten international anerkannt. 1841 in einer Metzgerfamilie in einem kleinen tschechischen Dorf geboren, begann Dvorak mit sechs Jahren Geigenunterricht zu nehmen, und sofort zeigte sich seine außergewöhnliche Begabung. Mit sechzehn Jahren wurde Dvorak in die Orgelschule in Prag aufgenommen, eine Institution, die für die Ausbildung zukünftiger Komponisten bekannt ist. Nach dem Studium blieb er in Prag, trat dem Orchester von Karel Komzak bei und begann aktiv mit dem Komponieren seiner eigenen Musik. Wie die meisten Musiker kämpfte er jedoch darum, über die Runden zu kommen und musste sein Einkommen durch Musik in Kirchen und privaten Musikunterricht sichern.

1874 erreichte Dvoraks Leben einen Wendepunkt, als er für seine fünfzehn eingereichten Arbeiten eine finanzielle Zuwendung von einem österreichischen Wettbewerb erhielt. Dieser Glücksfall ermöglichte es ihm, das Orchester zu verlassen und sich ganz dem Komponieren zu widmen. In dieser Zeit schrieb er seine 'Slawischen Tänze', 'Mährische Duette' und sein Violinkonzert, was ihm einen großen Erfolg brachte. 1892 wurde er eingeladen, am New York National Conservatory zu unterrichten, wo er bis 1895 blieb. Dvorak kehrte nach Hause zurück, um am Prager Konservatorium zu unterrichten, und wurde später Direktor der Institution. Bis zu seinem Tod 1904 war Dvorak ein erfolgreicher und beliebter Komponist im In- und Ausland und wurde für seine Orchester-, Opern- und Kammerwerke gefeiert.

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