Kammerkonzertreihe der Estnischen Nationaloper
Tallinn, Estnische Nationaloper — Chamber Hall
Über die Veranstaltung
Die Kammerkonzertreihe „Musical Journeys“ lädt das Publikum zu einer klanglichen Reise durch verschiedene Länder, Stimmungen und Jahreszeiten ein. In den fünf Konzerten der Reihe vereinen sich Opernsänger, Kammerensembles und renommierte Instrumentalisten, um den Zuhörern Werke von Rossini, Bellini, Vaughan‐Williams, Holst, Beethoven und Mozart sowie von den estnischen Komponisten Oja, Mägi und Eller zu präsentieren. Das Programm bewegt sich zwischen alpiner Lyrik, der Sehnsucht nach weitläufigen Straßen, der einfühlsamen Poesie winterlicher Nächte, den leidenschaftlichen Farben des Mittelmeers sowie der Frische und dem Erwachen des Frühlings. „Musical Journeys“ bietet dem Publikum ein vielfältiges und lebhaftes Kammermusikerlebnis, bei dem jeder Abend einen neuen Ort, neue Emotionen und eine neue Klangwelt eröffnet.
Kurator der Kammerkonzertreihe ist Lauri Sirp.
Die Türen zum Kammermusiksaal öffnen um 18 Uhr, das Café heißt Sie herzlich willkommen.
ALPINE SERENADE
Am 22. Oktober 2026 in der Kammermusikhalle der Estnischen Nationaloper
Mitwirkende: Kristel Pärtna (Sopran), Aule Urb (Mezzosopran), Heldur Harry Põlda (Tenor), Edmunds Altmanis (Klarinette), Tarmo Eespere (Klavier)
Das Kammerkonzert „Alpine Serenade“ entführt den Zuhörer in die bezaubernde Welt der italienischen Musik, in der Brillanz, Sensibilität und raffinierter Kammermusikausdruck aufeinander treffen. Gioachino Rossinis Liederzyklus „Serate musicali“ („Musikalische Abende“, 1835) bietet elegante und lebensbejahende Miniaturen, in denen Witz mit der für den Belcanto charakteristischen Kantabilität verwoben ist. Lieder von Vincenzo Bellini verleihen dem Programm einen romantischen Hauch und unterstreichen die lyrische Schönheit und den tiefen emotionalen Ausdruck seiner Musik. Nino Rotas Klarinettensonate (1945) hingegen eröffnet eine farbenfrohere und verspieltere Musiksprache, die klassischen Ausdruck mit dem Witz und Charme des 20. Jahrhunderts verbindet.
WANDERER UNTER DEM STERNENHIMMEL
Am 19. November 2026 im Kammersaal der Estnischen Nationaloper
Mitwirkende: Tamar Nugis (Bariton), Jaan Ots (Klavier)
Dieses Konzert lädt den Zuhörer zu einer Reise durch Sehnsucht, Bewegung und introspektive Stimmungen ein. Ralph Vaughan‐Williams’ Liederzyklus „Songs of Travel“ (1904) eröffnet die innere Welt des Wanderers, in der die Sehnsucht nach Freiheit, Einsamkeit und die Poesie des Unterwegsseins zusammenfließen. Der liedhafte und zutiefst menschliche Ausdruck des Werks verleiht dem Programm eine besinnliche und romantische Grundlage. Gustav Holsts Bläserquintett op. 14 (1903) bringt Frische, Leichtigkeit und kammermusikalischen Glanz in den Abend und bringt die reichen Klangfarben der Blasinstrumente zur Geltung. So entsteht ein facettenreiches Ganzes, in dem der Weg des Wanderns zugleich zu einer inneren Suche und zu einer musikalischen Entdeckungsreise wird.
WINTERNACHT
18. Februar 2027 im Kammersaal der Estnischen Nationaloper
Mitwirkende: Kadri Raalik (Sopran), Juuli Lill (Mezzosopran), Kristina Kriit (Violine), Kristjan Saar (Cello), Jaanika Rand‐Sirp (Klavier)
Das Konzert „Winternacht“ schafft eine Atmosphäre, in der Stille, Sensibilität und nordische Lyrik miteinander verschmelzen. Lieder von Eduard Oja und Ester Mägi offenbaren dem Zuhörer zarte Stimmungen, innere Wärme und tiefgründige emotionale Feinheit. Heino Ellers „Zehn lyrische Stücke“ (1942–1943) verleihen dem Programm einen traumhaften Glanz und malen die nuancierte Schönheit der Winternatur musikalisch nach. Die unverwechselbare Klangwelt dieser estnischen Komponisten unterstreicht die innige Verbindung zwischen Wort und Musik und schafft ein besinnliches und poetisches Ganzes.
CHANSON UND CANCIÓN
Am 25. März 2027 im Kammersaal der Estnischen Nationaloper
Mitwirkende: Elena Brazhnyk (Sopran), Heldur Harry Põlda (Tenor), Csaba Zoltan Marjan (Schlaginstrumente), Tiit Joamets (Schlaginstrumente), Ave Wagner (Klavier)
Das Konzert vermittelt dem Zuhörer die Leuchtkraft, die Leidenschaft und die facettenreiche Schönheit der südlichen Musik. In den Werken von Gabriel Fauré (1845–1924), Henri Duparc (1848–1933) und Claude Debussy (1862–1918) begegnet man der für die französische Musik charakteristischen Raffinesse, impressionistischer Leuchtkraft und ausdrucksstarker Sensibilität. Die Musik von Pablo Sorozábal (1897–1988) und Agustín Lara (1897–1970) bereichert das Programm um spanisches Temperament, rhythmische Lebendigkeit und mediterrane Wärme. In diesem Konzert verweben sich Eleganz, Melancholie und Lebensfreude zu einem facettenreichen und farbenfrohen musikalischen Ganzen. „Chanson und Canción“ lädt das Publikum auf eine Reise in eine sonnendurchflutete Klangwelt ein, in der jedes Werk den Hauch des Südens in sich trägt.
FRÜHLINGS
Am 29. April 2027 im Kammersaal der Estnischen Nationaloper
Mitwirkende: Sigrid Kuulmann (Violine), Elisabeth Härmand (Violine), Toomas Nestor (Viola), Andreas Lend (Cello)
Das Konzert „Frühling“ vereint die vielen Facetten des Frühlings – das Erwachen der Natur, Helligkeit, Bewegung und Lebensfreude. Ludwig van Beethovens Violinsonate Nr. 5 („Frühlingssonate“), Op. 24 (1801), ist geprägt von Weite, Lyrik und frischer Lebenskraft. Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett Nr. 14 („Frühling“), KV 387 (1782), bereichert das Programm mit klassischer Klarheit, Eleganz und brillantem Zusammenspiel. Ástor Piazzollas Frühlingsstück „Primavera porteña“ (1969) verleiht dem Abend leidenschaftlichen Rhythmus, Tango‐Energie und südliche Farbe. So entsteht ein abwechslungsreiches und lebendiges Ganzes, in dem sich der Frühling mal sanft‐lyrisch, mal kraftvoll pulsierend und voller Lebenskraft offenbart.
Adresse
Estnische Nationaloper, Estonian Avenue 4, Tallinn, Estland — Google Maps