Sheku & Isata Kanneh‐Mason in der Philharmonie Berlin
Über die Veranstaltung
Dass Isata und Sheku Kanneh‐Masons „Musikalität überwältigend ist“ (Süddeutsche Zeitung), war schon lange vor ihrem Debütalbum „Muse“ bei Decca unverkennbar. Damit weckten sie sofort den Wunsch, mehr von diesem wunderbar ausgewogenen und seit langem etablierten „Star‐Duo“ (The Independent) zu hören.
Die fast symbiotisch harmonierenden Geschwister reagieren auf diesen Wunsch mit einem neuen Konzertprogramm in der Kammermusiksaal.
Ob im eröffnenden Unisono, im kantablen Hauptthema oder in den brillanten Höhenflügen gegen Ende – den jungen Künstlern gelingt es, Mendelssohn Bartholdys Sonate in B‐Dur mit stilistischer Sicherheit und großer künstlerischer Sensibilität zu spielen. In Nadia Boulangers „Trois pièces“ spiegelt der musikalische Dialog zwischen Sheku und Isata sowohl die ergreifende, lyrische Tiefe als auch die rhythmische Kraft und kontrapunktische Raffinesse der wohl einflussreichsten Kompositionslehrerin des 20. Und mit Schumanns „Fünf Stücken“ op. 102 – geprägt von nordischen, ungarischen und anderen „Volkstönen“ – sowie Rebecca Clarkes preisgekrönter Sonate in der Fassung für Cello und Klavier dürfte die Interpretation der Geschwister neue Maßstäbe setzen.