Orchester der Toskana – Emmanuel Tjeknavorian & Jeremias Fliedl

Über die Veranstaltung

Ein fesselndes Programm, das nordische Intensität, klassische Lyrik und Beethoven'sche Brillanz miteinander verbindet, ziert die Bühne. Emmanuel Tjeknavorian, 1995 in Österreich geboren, ursprünglich Geiger, hat sich nun auch als Dirigent einen Namen gemacht und ist Musikdirektor des Orchestra Sinfonica di Milano. Sein Interpretationsstil zeichnet sich durch energiegeladene Gestik, eine klare Vision und narrative Sensibilität aus. Das Konzert beginnt mit Jean Sibelius' „Morte di Mélisande“, einem Stück aus einer Suite, die von Maeterlincks symbolistischem Drama inspiriert ist. Dieses Werk bietet einige Minuten lang schwebende, transparente Musik, die von Fatalismus und Melancholie geprägt ist.

Als nächstes wird dem Publikum Franz Joseph Haydns Konzert Nr. 2 in D‐Dur für Violoncello und Orchester präsentiert, das in den 1780er Jahren komponiert wurde. Dieses elegante und brillante Stück lebt vom Zusammenspiel zwischen Virtuosität und Anmut. Es wird von Jeremias Fliedl gespielt, einem jungen österreichischen Cellisten, der für die natürliche Intensität seiner Phrasierung und seine Aufmerksamkeit für Klangqualität bekannt ist.

Das Konzert endet mit Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 4 in B‐Dur op. 60, die 1806 zwischen der Dritten und Fünften Sinfonie komponiert wurde. Dieses leuchtende und kompakte Werk ist zwar weniger dramatisch, aber ebenso tiefgründig und zeichnet sich durch architektonische Intelligenz und ansteckende Vitalität aus.

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