La Calisto
Über die Veranstaltung
In der Konzertreihe "Oper konzertant" des Theater an der Wien wird Cavallis "La Calisto" in dieser Spielzeit aufgeführt!
La Calisto
Dramma per musica in drei Akten und einem Prolog (1651)
Musik von Francesco Cavalli (1602‐1676)
Libretto von Giovanni Faustini
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache.
Besetzung
Musikalische Leitung Christophe Rousset
Giove Giovanni Battista Parodi
Mercurio Borja Quiza
Diana | L’Eternita Marie‐Claude Chappuis
Calisto Christiane Karg
Linfea Milena Storti
Endimione Xavier Sabata
Satirone Sabina Puértolas
Giunone | Il Destino Francesca Russo‐Ermolli
Silvano Ludovic Provost
La Natura | Pane | Coro di menti celesti Cyril Auvity
Ensemble Les Talens Lyriques
Bei der Uraufführung von La Calisto im Teatro San Apollinare in Venedig in der Saison 1651 saß Cavalli persönlich am Cembalo und eine neue Bühnenmaschinerie wurde eigens errichtet. Der Druck auf den Monteverdi‐Schüler war groß, denn Cavalli war auch sein eigener Unternehmer: Er hatte das kleine Haus in Venedig für seine Werke angemietet. Doch La Calisto war ein Misserfolg und verschwand für mehr als 300 Jahre von den Spielplänen. Erst 1970 wurde die Oper von Raymond Leppard beim Glyndebourne Festival wieder entdeckt, 2003 dirigierte sie René Jacobs bei den Wiener Festwochen im Theater an der Wien. Jetzt wendet sich Christophe Rousset mit seinem Ensemble Les Talens Lyriques dem Nymphendrama zu. Göttervater Jupiter verführt in der Gestalt der Diana die Nymphe Calisto, die als Gefährtin der Jagdgöttin Keuschheit geschworen hat. Seine Gattin Juno rächt sich und verwandelt die Nymphe in einen Bären. Da der Stoff aus Ovids Metamorphosen stammt, verspricht Jupiter auch Calisto, sie in den Himmel aufzunehmen: Verwandelt in das Sternbild des „Großen Bären“ steht Calisto für immer als Zeichen ihrer Liebe zum wankelmütigen Göttervater am nächtlichen Himmel.