Il Trittico
Über die Veranstaltung
Puccinis Opern "Il Trittico" stehen in dieser Saison auf dem Spielplan des Theater an der Wien!
Giacomo Puccini wünschte sich, inspiriert von Einaktern wie Richard Strauss’ Salome und Elektra, im Rahmen eines Triptychons vergleichbare Werke zur Weiterentwicklung der italienischen Operntradition zu schaffen. Die Suche nach geeigneten Stücken war jedoch schwierig. Von den ersten Plänen bis zur Uraufführung von Il Trittico 1918 dauerte es fünf Jahre. Aber es gelang ihm, mit dem dreiteiligen Abend für die italienische Oper ein Werk der internationalen Moderne zu schreiben.
In Il Tabarro schildert Puccini die melancholische, emotional aufgeladene Stimmung an der träge dahinfließenden Seine, Suor Angelica ist ein Frauendrama voll mystischer Entrücktheit, und Gianni Schicchi erweist sich als Puccinis raffinierteste Partitur: eine einzige große, fein gewobene Ensembleszene. Er wollte schon lang eine komische Oper schreiben, dennoch nimmt die musikalische Komödie in seinem Gesamtwerk einen Sonderplatz ein. Erst mit dem Einakter um den Testamentsbetrüger Gianni Schicchi gelang ihm in höchster kompositorischer Meisterschaft eine Oper voller Witz, die aber wie viele große Komödien eine im Grunde tieftraurige Geschichte erzählt.
Dirigent: Kirill Petrenko
Regisseur: Damiano Michieletto
Szenografie: Paolo Fantin
Kostümbild: Carla Teti
Lichtdesign: Alessandro Carletti
ORF Radio‐Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor
Il Tabarro
Michele: Roberto Frontali
Giorgetta: Patricia Racette
Luigi: Maxim Aksenov
Frugola: Stella Grigorian
Tinca: Jürgen Sacher
Amante: Ekaterina Sadovnikova
Amante | Un venditore di canzonette: Paolo Fanale
Il Talpa: Maurizio Lo Piccolo
Nach dem Tod ihres Kindes ist die Liebe in der Ehe von Michele, eines Pariser Schleppkahnfahrers, und seiner Frau Giorgetta erloschen. Nur mehr Sprachlosigkeit herrscht zwischen den beiden. Während Michele immer noch versucht, wieder Kontakt zu seiner Frau herzustellen, treibt die verzweifelte Sehnsucht nach einem besseren Leben die junge Frau in die Arme eines anderen Mannes, der die gleichen Träume hegt. Der Ehemann schöpft aber Verdacht, lauert dem Liebhaber auf und tötet ihn. Seine Frau konfrontiert er brutal mit der Leiche ihres Geliebten. Hoffnungslos bricht sie zusammen.
Suor Angelica
Suor Angelica: Patricia Racette
La Zia Principessa: Marie‐Nicole Lemieux
La Badessa: Stella Grigorian
La Suora Zelatrice: Ann‐Beth Solvang
La Maestra delle Novizie: Celia Sotomayor
Suor Osmina | La Cercatrice: Carola Glaser
Eine junge Adlige muss in einem Kloster ihre Sünde abbüßen, die darin bestand, ein heimliches Liebesverhältnis eingegangen zu sein, dem sogar ein uneheliches Kind entsprungen war. Angelica sehnt sich nach diesem Kind der Liebe, muss aber von ihrer kaltherzigen Tante erfahren, dass es inzwischen gestorben ist. Nur die Aussicht, vielleicht doch einmal dies Kind kennenzulernen, hatte Angelica am Leben gehalten. Nachdem ihr dieses Ziel geraubt ist, vergiftet sie sich. Im Sterben wird ihr eine tröstliche Vision zuteil: Die Madonna führt ihr die Seele ihres Sohnes zu.
Gianni Schicchi
Gianni Schicchi: Roberto Frontali
Lauretta: Ekaterina Sadovnikova
Zita: Marie‐Nicole Lemieux
Rinuccio: Paolo Fanale
Nella: Carola Glaser
La Ciesca: Stella Grigorian
Gherardo: Jürgen Sacher
Simone: Maurizio Lo Piccolo
Ziel der Wünsche der Figuren in Gianni Schicchi ist Geld. Der reiche Buoso ist gestorben und hat alles einem Kloser vermacht. Seine Familie ist empört, weiß aber keinen Ausweg. Sie holen den stadtbekannt schlauen Gianni Schicchi, der nicht zur Familie gehört, dessen Tochter Lauretta aber mit einem der jüngeren Mitglieder, Rinuccio, in Liebe verbunden ist. Gianni Schicchi kommt und ersinnt eine makabere List: Da außerhalb des Sterbehauses noch keiner von Buosos Tod weiß, versteckt er die Leiche, spielt den Sterbenden und diktiert einem Notar ein neues Testament, worin er sich selbst und seine Tochter großzügigst bedenkt – zum Ärger der restlichen Bagage.
Die stilistische Unterschiedlichkeit der Stücke soll die Wirkung jeder einzelnen Oper erhöhen. Sozialdrama, rührendes Mysterienspiel und sarkastische Gesellschaftskomödie ergeben zusammen ein musikdramatisches Weltbild. Die Expressivität von Puccinis melodischer Gestik, seine subtile Harmonik und der Facettenreichtum des orchestralen Timbres erheben Il trittico in den Rang eines Hauptwerkes. Die Einheit des musikalischen
Triptychons besteht eigentlich aus ihrer inhaltlichen Gegensätzlichkeit, für die Puccini eine verbindende musikalische Stilistik findet. Suor Angelica endet tragisch und zeigt doch ein versöhnliches Schlussbild. Während Gianni Schicchi in tiefster Unmoral heiter ausklingt.
Bewertung
5.0 von 5
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Hideko F., Japan
Okt 2012
パフォーマンスは申し分なく素晴らしかったです。ただ残念なことに前から三列目でしたが前がドイツ人のかたで頭がじゃまで落ち着いて楽しめませんでした。席の選択ができたら次の機会に又、利用できるのですが。