Hélène Grimaud, Jiří Bělohlávek & Tschechische Philharmonie
Über die Veranstaltung
Es weht immer auch eine Aura von „Geheimnis” um die französische Starpianistin Hélène Grimaud – etwas, das ihr Publikum über das übliche Maß hinaus fasziniert und anzieht. Freuen Sie sich auf Werke von Smetana, Brahms und Schubert mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Jiří Bělohlávek.
Eine „Philosophin am Klavier“ hat man sie genannt und kommt ihr damit sicher näher als der Boulevard, der sie als die „Schöne Helene“ anpreist oder ihre Leidenschaft für Wölfe in den Fokus nimmt. Hélène Grimaud ist mit beachtlichen schriftstellerischen Arbeiten an die Öffentlichkeit getreten, sie ist eine nachdenkliche, reflektierende Künstlerin, sie geht in die Tiefe, findet Klangfarben und Phrasierungen, die man nicht mehr vergisst. Vielleicht hat sie deshalb schon immer eine besondere Beziehung zur Musik von Johannes Brahms, dessen oft grüblerischen Klänge sie mit einer Sensibilität ohne Gleichen auslotet, dessen leidenschaftlichen Sturm und Drang sie aber ebenso fesselnd umzusetzen weiß: wie in seinem 1. Klavierkonzert, das sie in der Philharmonie interpretieren wird und das seit jeher zu ihren Paradestücken gehört.
Geradezu ideal ist dafür ihre Partnerschaft mit der Tschechischen Philharmonie. Niemand hat den musikalischen Glanz der „Goldenen Stadt” Prag erfolgreicher in der Welt verbreitet als dieser traditionsreiche Klang‐körper, der zu den zehn besten Orchestern Europas gehört und einen unverwechselbaren Klang kultiviert, wie er heute kaum mehr zu erleben ist und der einen fast nostalgisch stimmt: sonor, abgerundet, weich und füllig, aus der Tiefe einer phänomenalen Cello‐ und Bassgruppe schöpfend.