Grigory Sokolov im Teatro de la Maestranza
Sevilla, Teatro de la Maestranza — Sala Principal
Über die Veranstaltung
Der Titel, den der Cellist Janos Starker dem Dirigenten Georg Solti verlieh, ließe sich auch auf Grigory Sokolov anwenden: die Antwort auf die globale Energiekrise. Und das nicht, weil seine Konzerte sensationell oder effekthascherisch wären. Ganz im Gegenteil. Wer sie schon einmal erlebt hat, kennt die Atmosphäre tiefer Konzentration, in der sich jedes Konzert entfaltet – ähnlich einer Liturgie oder einem Ritual. Und es ist dieses tiefe Gefühl der Ehrfurcht, das sowohl der Solist als auch das Publikum teilen, das eine so gewaltige und intensive Energie im Konzertsaal erzeugt und bündelt, dass sie als Alternative zu fossilen Brennstoffen dienen könnte.
Hinzu kommen die fast fieberhafte Vorfreude vor jedem seiner Auftritte und die Zurückhaltung eines Musikers, der in diesen Zeiten, in denen Selbstdarstellung an der Tagesordnung ist, seine Medienpräsenz auf ein Minimum beschränkt. Seine Kunst entfaltet sich am Klavier durch musikalische Reisen, die von expressiver Tiefe, absoluter Klangbeherrschung, der orchestralen Dimension des Instruments und äußerster Liebe zum Detail geprägt sind. Sokolov dient der Partitur, während andere sie scheinbar für ihre eigenen Zwecke nutzen.
Aus der Ehrlichkeit des Interpreten entsteht eine gewisse künstlerische Wahrheit, die an einem dieser seltenen Momente direkter Verbundenheit mit der Musik ins Teatro de la Maestranza zurückkehrt.
Künstler
| Klavier: | Grigori Sokolow |
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Adresse
Teatro de la Maestranza, Paseo de Cristóbal Colón, 22, Sevilla, Spanien — Google Maps