Freiburger Barockorchester: »Bohemian Symphony« at Philharmonie Berlin

Über die Veranstaltung

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Wien die unangefochtene Musikhauptstadt Europas und zog Musiker und Komponisten aus aller Welt an. Die Dominanz der Donaumetropole verdeckt jedoch die Tatsache, dass unweit von Wien ein weiteres Musikzentrum florierte: Prag. Selbst Mozart und Haydn komponierten für die tschechische Hauptstadt und trugen so zum reichen Musikleben der Stadt bei. Lokale Komponisten hingegen blieben stets im Schatten der beiden österreichischen Meister.

Im Konzertprogramm „Bohemian Symphony“ widmet sich das FBO Mozarts Prager Sinfonie KV 504 sowie den Komponisten Leopold Koželuh und Anton Kraft. Während Koželuh vor allem für seine mitreißenden Sinfonien bekannt war, galt Kraft zu Lebzeiten als hochvirtuoser Cellist, der wie Joseph Haydn im Dienste von Fürst Nikolaus I. Esterházy stand. Kein Wunder also, dass er diese Virtuosität, gepaart mit eleganten Melodien, in sein Violoncellokonzert in C‐Dur op. 4 einfließen ließ.

Krafts Cellokonzert wird erstmals in einem Konzert des Freiburger Barockorchesters aufgeführt, und der international renommierte Cellist Nicolas Altstaedt, der Krafts Komposition speziell für dieses Programm angefordert hat, wird bei dieser Gelegenheit sein Debüt mit dem Orchester geben.

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