Schostakowitschs „Babi‐Jar“-Sinfonie und Schönbergs „Ein Überlebender aus Warschau“
Amsterdam, Concertgebouw — Main Hall
Über die Veranstaltung
Zwei bedeutende musikalische Meilensteine – Schostakowitschs 13. Sinfonie „Babi Jar“ und Schönbergs „Ein Überlebender aus Warschau“ – laden uns dazu ein, uns mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der Solocellist Gregor Horsch steht mit dem Concertgebouw‐Orchester in Weinbergs „Fantasie für Cello und Orchester“ im Rampenlicht.
Schostakowitschs „Babi Jar“-Sinfonie und Schönbergs „Ein Überlebender aus Warschau“
Musik ist unser Gedächtnis. Schostakowitschs „Babi‐Jar“-Sinfonie und Schönbergs eindringliche Schilderung einer Razzia im Warschauer Ghetto erinnern auf ergreifende Weise an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. In diesen fesselnden Kompositionen teilt sich das Orchester die Bühne mit dem Männerchor von Laurens Symfonisch und der eindringlichen Stimme von Alexander Roslavets. Während Steinmonumente verfallen, bleibt die Musik ewig und bietet eine dauerhafte Verbindung zur Geschichte, wie der preisgekrönte Kritiker und Kulturhistoriker Jeremy Eichler in seinem gefeierten Buch „Time’s Echo“ hervorhebt.
Weinbergs „Fantasie für Cello und Orchester“
Der Solocellist Gregor Horsch brilliert in Mieczysław Weinbergs bittersüßer „Fantasie für Cello und Orchester“, die von Klezmer‐Melancholie und polnischen Volksmelodien durchdrungen ist. Als wahrer „Überlebender aus Warschau“ floh der polnisch‐jüdische Komponist in die Sowjetunion, um den Nazis zu entkommen. Dort war er mit Antisemitismus konfrontiert, knüpfte jedoch eine dauerhafte Freundschaft mit Dmitri Schostakowitsch.
Im Rahmen von „Reflections on Europe“ wird der Autor Jeremy Eichler eine Einführung in dieses Programm geben.
Adresse
Concertgebouw, Concertgebouwplein, 10, Amsterdam, Niederlande — Google Maps