Philharmonie Zugló: Budapester Frühlingsfestival

Über die Veranstaltung

Beim Budapester Frühlingsfestival 2012 führt die Philharmonie Zugló mit dem Symphonischen Orchester und Oratoriumschor König St. Stephan Werke von Lajtha und Haydn auf.

„Außer Kodály und Lajtha haben wir keinen wertvollen Komponisten“, schrieb Béla Bartók über den knapp 30jährigen László Lajtha. In gewisser Hinsicht schritt der junge Komponist in den Fußstapfen der beiden älteren Berufskollegen. Auch er war ein breitsichtiger Komponist und Entertainer, wie auch Volksmusikforscher. Doch als Komponist beschritt er eine individuelle Laufbahn, die von der kodályschen und bartókschen abwich. Leider ist Lajthas Lebenswerk bis heute nicht nur dem breiten Publikum, sondern gewissermaßen auch der Branche nur fragmentarisch bekannt. Hoffentlich bietet der 120. Geburtstag des Komponisten die Möglichkeit, László Lajtha zu „entdecken“. Im Konzert der Philharmonie Zugló erklingen drei Hymnen an Maria, gewidmet Nadia Boulanger, der berühmten Pädagogin für Komposition aus Paris. Das Werk ist typisch für Lajthas musikalische Sprache, die Epochen und Stile verbindet; in der Komposition bilden ungarische Volksmusik, Elemente der mittelalterlichen gregorianischen Lieder und der französischen Musik der Jahrhundertwende eine untrennbare musikalische Einheit.

Im zweiten Teil des Konzerts erklingt ein relativ frühes (1766) liturgisches Werk von Haydn, das eine der monumentalsten Messekompositionen in seinem Oeuvre darstellt.


Dirigent: Kálmán Záborszky
Mit: Veronika Geszthy, Katalin Gémes, Zoltán Megyesi, Krisztián Cser – Gesang

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