Kremer, Gidon

Kremer wurde 1947 in Riga als Sohn deutschstämmiger Eltern geboren. Sein Großvater und sein Vater waren Geiger, und so erhielt Kremer im häuslichen Kreis bereits als Kind Musikunterricht. Bereits mit sechzehn wurde er mit dem Ersten Preis der lettischen Republik ausgezeichnet.

1965 ging Kremer an das Moskauer Konservatorium, wo er Schüler von David Oistrach wurde. Kremer gab 1975 sein erstes Konzert in (West-)Deutschland, und 1976 spielte er bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung von Hans Werner Henzes Chaconne für Solovioline und Kammerorchester „Il Vitalino raddoppiato“. 1977 gab er sein Debut in den USA. 1978 entschied sich Kremer, nicht mehr in die (damalige) UdSSR zurückzukehren.

1981 gründete Kremer das Kammermusikfest Lockenhaus, das seitdem jedes Jahr im Sommer stattfindet, seit 1992 unter dem Namen Kremerata Musica. 1997 gründete er das Streichorchester Kremerata Baltica mit jungen Musikern aus den baltischen Staaten. Seit 2002 ist er künstlerischer Leiter des Basler Festival les muséiques. Kremer hat mit allen bedeutenden Orchestern gespielt und über 100 CDs eingespielt. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter der Echo Klassik 1999 und der UNESCO Music Prize im Jahr 2001.

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