Graz, Österreich

Schon im 15. Jahrhundert lag im Westen der Stadt Graz der Ansitz der begüterten Familie Eggenberg, die um 1600 mit dem Türkensieger Ruprecht und dem Diplomaten Hans Ulrich von Eggenberg, dem Freund und Ersten Minister Kaiser Ferdinands II., einen glänzenden Aufstieg nahm. Hans Ulrich, zum Reichsfürsten erhoben und Statthalter von Innerösterreich, ließ den mittelalterlichen Ansitz ab 1625 durch den Hofarchitekten Giovanni Pietro de Pomis zur fürstlichen Residenz ausbauen.

Künstlerischer Höhepunkt des Hauses ist der große zentrale Planetensaal, wo sich im Gemäldezyklus des fürstlichen Hofmalers Hans Adam Weissenkircher Planeten, Elemente, Sternbilder und der Tierkreis zur Verherrlichung der Familie Eggenberg vereinen. Auftraggeber dieses festlichen Saales und Gönner der ausführenden Künstler war nach 1678 Fürst Johann Seyfried von Eggenberg, dessen großzügiges barockes Mäzenatentum nicht nur der bildenden Kunst, sondern auch der Musik galt. Unter den Eggenbergischen Hofmusikern erscheinen zeitweilig so illustre Namen wie Biber, Motz und Fux, denen ein eigenes barockes %u201EComedj‐Hauß%u201C als Spielstätte errichtet wurde. Der Planetensaal ist es auch, in dem die Konzerte der styriarte stattfinden. 1717 kam das Schloss durch Heirat an die Grafen Herberstein. Seit 1939 befindet es sich im Besitz des Landes Steiermark.

Adresse

, Eggenberger Allee 90, 8020 Graz, Österreich, Google Maps

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