Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam: Musikfest Berlin 2013

Über die Veranstaltung

Als ich dieses Werk schrieb, habe ich nicht versucht, es nach dem Vorbild von Bartóks Musik zu gestalten. Etwaige Ähnlichkeiten waren nicht beabsichtigt. Sollte es sie geben, so untermauern sie die unbestreitbare Tatsache, dass das Studium von Bartóks Musik eine fundamentale Lehre für die meisten Komponisten meiner Generation war.
 (Witold Lutosławski über Musique funèbre)

Dem Angedenken an einen der wichtigsten und einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts widmete Witold Lutosławski seine 1958 im polnischen Katowice uraufgeführte „Musique funèbre“: Béla Bartók. Seiner Bewunderung für die Musik des 1945 verstorbenen ungarischen Komponisten hat Lutosławski in Interviews wiederholt Ausdruck verliehen. Der tiefe Respekt vor Bartóks Schaffen ließ Lutosławski indes keineswegs zu einem blinden Parteigänger seines eine Generation älteren Komponistenkollegen werden. So bekannte Lutosławski einmal: „Das Dritte Klavierkonzert [von Bartók] liebe ich nicht allzu sehr – es ist wohl ein Meisterwerk, aber es sagt mir nicht viel.“

Bartóks meisterhaftem, aufgrund seiner exorbitanten Anforderungen an den Solopart von Interpreten ebenso gefürchtetem wie bei Hörern beliebtem „Klavierkonzert Nr. 3“ nehmen sich in diesem Konzert des Musikfest Berlin 2013 der weltweit gefeierte Pianist Yefim Bronfman und das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von Daniele Gatti an. Neben Lutosławskis Bartók gewidmeter „Musique funèbre“ stehen außerdem Ausschnitte ausgewählter Stücke aus den beiden Suiten aus Sergej Prokofjews 1938 uraufgeführtem Ballett „Romeo und Julia“ auf dem Programm.

Über das Musikfest Berlin 2013
20 Spitzenorchester, Chöre, Instrumentalensembles des internationalen Musiklebens, 25 Solisten von Weltrang, Dirigenten wie Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Esa‐Pekka Salonen, Daniel Barenboim, Daniele Gatti, Manfred Honeck, Alan Gilbert und viele andere mehr kommen im Rahmen des Musikfest Berlin 2013 zu einem musikalischen Ausnahmeprogramm zusammen.
Veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker erklingt vom 30. August bis 18. September in der Berliner Philharmonie, in deren Kammermusiksaal und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eine Tour d’Horizon durch die musikalische Welt von Komponisten, deren Herkunftsländer politisch als „osteuropäisch“ bezeichnet wurden, geographisch aber das Mitteleuropa bilden.

Einführung 19:00 Uhr

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