Carolin Widmann: Musikfest Berlin 2013
Über die Veranstaltung
Eine Geige, eine Interpretin – und sonst nichts? Carolin Widmann stellt sich im Rahmen des Musikfests 2013 der Herausforderung, einen Konzertabend im violinistischen Alleingang zu bestreiten: ohne Pianist, ohne Orchester und Dirigent. Aber das mit einem Programm, das es in sich hat.
Über die Werke für Violine solo seines Vaters schrieb Carl Philipp Emanuel Bach einmal, es gäbe „nichts vollkommeneres, um ein guter Geiger zu werden.“ Und auch der erste Bach‐Biograph Johann Nikolaus Forkel konnte sich Anfang des 19. Jahrhunderts Johann Sebastian Bachs Geigenkompositionen aufgrund ihrer exorbitanten technischen Schwierigkeiten nur als Studienwerke erklären, die „einen Lehrbegierigen seines Instrumentes völlig mächtig“ machen. Erst ein gutes Jahrhundert später sicherten sich Bachs Kompositionen für Violine solo einen festen Platz im Konzertrepertoire – und das zu Recht, stellen sie doch ein einzigartiges Kompendium virtuoser Violintechnik dar.
Mit den kompositorischen Mitteln des 20. Jahrhunderts hat dreihundert Jahre nach Bach auch Bernd Alois Zimmermann den mannigfaltigen Ausdrucksmöglichkeiten der Geige nachgespürt. Und ein Werk für Violine solo aus dem noch jungen 21. Jahrhundert hat Caroline Widmann ebenfalls in dieses Konzertprogramm aufgenommen: „De Terrae Fine“ des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas.
Drei Komponisten, eine Geigerin und ein starkes Programm: Der Abend verspricht eine kleine Sensation zu werden.
Über das Musikfest Berlin 2013
20 Spitzenorchester, Chöre, Instrumentalensembles des internationalen Musiklebens, 25 Solisten von Weltrang, Dirigenten wie Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Esa‐Pekka Salonen, Daniel Barenboim, Daniele Gatti, Manfred Honeck, Alan Gilbert und viele andere mehr kommen im Rahmen des Musikfest Berlin 2013 zu einem musikalischen Ausnahmeprogramm zusammen.
Veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker erklingt vom 30. August bis 18. September in der Berliner Philharmonie, in deren Kammermusiksaal und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eine Tour d’Horizon durch die musikalische Welt von Komponisten, deren Herkunftsländer politisch als „osteuropäisch“ bezeichnet wurden, geographisch aber das Mitteleuropa bilden.
Einführung 19:00 Uhr