Mutter & Pittsburgh Symphony Orchestra: Musikfest Berlin 2013
Über die Veranstaltung
Als ich sie zum ersten Mal „Łańcuch II“ („Chain II“) spielen hörte, war dies für mich eine einzigartige und unvergessliche Erfahrung. Von solch einem Klang und einer derartigen Interpretation meiner Kompositionen für Violine hätte ich nie zu träumen gewagt. Die Erinnerung an ihr Spiel hat meine Gedanken an spätere Violinkompositionen ständig begleitet. Ich bin ihr dafür unendlich dankbar.
(Witold Lutosławski über Anne‐Sophie Mutter)
Vor über einem Vierteljahrhundert spielte Anne‐Sophie Mutter die Uraufführung von Witold Lutosławskis „Łańcuch II“ („Chain II“). Schon damals schien es, als sei mit einem Schlag ein neues Kapitel in der Geschichte konzertanter Musik aufgeschlagen worden. Und die ungebrochene Faszinationskraft, die Lutosławskis Komposition seitdem auf Interpreten wie Hörer gleichermaßen ausübt, hat dieser Vermutung Recht gegeben.
Dass Anne‐Sophie Mutter als erste und zweifellos versierteste Interpretin dieser Komposition im Rahmen des Musikfests Berlins 2013 zu erleben ist, zählt zu den Höhepunkten einer Programmgestaltung, die neben weiteren Schwerpunkten nicht zuletzt auch dem 100. Geburtstag von Lutosławski gewidmet ist. Die musikalischen Partner der Ausnahmegeigerin sind in diesem Konzert das Pittsburgh Symphony Orchestra und der Dirigent Manfred Honeck. Außerdem zu hören sind eine frühe Streichersuite von Leoš Janáček sowie Richard Strauss’ autobiographisch geprägte Tondichtung „Ein Heldenleben“.
Über das Musikfest Berlin 2013
20 Spitzenorchester, Chöre, Instrumentalensembles des internationalen Musiklebens, 25 Solisten von Weltrang, Dirigenten wie Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Esa‐Pekka Salonen, Daniel Barenboim, Daniele Gatti, Manfred Honeck, Alan Gilbert und viele andere mehr kommen im Rahmen des Musikfest Berlin 2013 zu einem musikalischen Ausnahmeprogramm zusammen.
Veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker erklingt vom 30. August bis 18. September in der Berliner Philharmonie, in deren Kammermusiksaal und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eine Tour d’Horizon durch die musikalische Welt von Komponisten, deren Herkunftsländer politisch als „osteuropäisch“ bezeichnet wurden, geographisch aber das Mitteleuropa bilden.
Einführung 19:00 Uhr