Tannhäuser in 80 Minuten
ÜBER DIE VERANSTALTUNG
Bereits 18 Tage vor der Wiener Premiere von Richard Wagners "Tannhäuser" im Thaliatheater 1857 wurde die Uraufführung von Johann Nestroys Opernpersiflage "Tannhäuser" im Carltheater zu einem durchschlagenden Erfolg. Die "Wiener Theaterzeitung" berichtete: "Die Vorstellungen der Parodie des Tannhäuser erzielen jedes Mal ein brechend volles Haus."
Neben Richard Wagners Oper zog Nestroy einen weiteren, bereits vorhandenen Text als Vorlage heran. Er übernahm über weite Strecken fast wortwörtlich den Text der 1854 entstandenen Opernposse "Tannhäuser" des Breslauer Arztes Dr. Hermann Wollheim, zauberte aber durch Einwienerung und Hinzufügen vieler Pointen ein typisches Nestroy-Stück.
Robert Meyer macht den "Tannhäuser in 80 Minuten" zum Einpersonenstück, kongenial unterstützt wird er von den vier famosen Musikern der Neuen Wiener Concert Schrammeln. Er wechselt "in Sekundenschnelle Mimik, Stimmlage, Ausdruck und Gestik, ist sowohl schmachtender Tannhäuser als auch dessen Gegenüber, die zartfühlende Elisabeth. Aber nicht nur das: Meyer spielt und singt (!) auch noch Elisabeths Onkel (Landgraf Purzl), den Haudegen Wolfram von Dreschenbach, die Liebes-göttin, die Barden Taubenklee Fridolin und Walter Finkenschlag sowie den Katafalker" (Die Presse).
"Ein Vergnügen für Wagnerianer, Nestroy- und Meyerverehrer" (Kurier).
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