Così fan tutte
Über die Veranstaltung
Die Produktion der Komischen Oper Berlin "Così fan tutte" ist zu Gast in der Oper Leipzig. In einer deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze wird Wolfgang Amadeus Mozarts heitere Opera buffa auf die Bühne gebracht.
Zwischen Klamauk und Tragik pendelnd, ist das dritte und letzte Meisterstück des Erfolgsteams Mozart/Da Ponte ein Unikum der Operngeschichte. „Von der Musik ist, glaube ich, alles gesagt, dass sie von Mozart ist …“, schrieb schon 1790 das Weimarer Journal des Luxus und der Moden im Bericht über die Uraufführung.
Wer des Italienischen mächtig ist, weiß, dass sich der Titel Così fan tutte – So machen es alle – ausschließlich auf Frauen bezieht. Das Stück dreht sich nämlich um die Frage, ob diese dem Mann so rätselhaften Wesen überhaupt treu sein können: Zwei junge Männer sind naiv genug, auf die Treue ihrer Verlobten hundert Zechinen zu verwetten. Auch die Frauen selber können sich gar nicht vorstellen, sich jemals für einen anderen Mann zu interessieren. Von soviel Leichtgläubigkeit herausgefordert, setzen zwei alternde Zyniker, ein Philosoph und eine Kammerzofe, alle Hebel in Bewegung, um die romantische Illusion von der ewigen Liebe zu zerstören. Die jungen Leute werden im Zuge der handgreiflichen Beweisführung in einen so heftigen Strudel emotionaler Verwicklungen gezogen, dass ihnen am Ende Zweifel kommen, ob sie es wirklich so genau hatten wissen wollen.
Man kann das Stück in seinem Nebeneinander von Witz und Ernst, von frecher Derbheit und psychologischer Feinzeichnung als heiteres Verwirrspiel um jugendlichen Liebesüberschwang oder als abgründige Analyse zwischenmenschlicher Beziehungen verstehen. Der Regisseur Peter Konwitschny brachte den Inhalt auf den knappen Satz: „Und plötzlich ist alles anders …“
Inszenierung
Musikalische Leitung Andreas Stoehr (29.06.2011), Anthony Bramall
Inszenierung Peter Konwitschny
Einstudierung Georgios Kapoglu
Bühne Jörg Kossdorff
Kostüme Michaela Mayer‐Michnay
Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester